Geschichte der Pfarrer

Peter Bergman 1600-1608

 

In dem Bericht der Moerser Beamten vom 3. Dezember 1608 an den Prinzen Moritz von Oranien heißt es: „In den Orten Capellen und „in der Fleunen“, wo in beiden Orten die Kirche von „unqualificirten“ Personen bedient werden...“ Nun, diese nicht qualifizierte Person war in Kapellen ein Peter Bergman aus dem Ruhrstädtchen Herbede. Bei der Abfassung einer Verkaufsurkunde am 31. Mai 1601, in Anwesenheit von Johan up der Darst (Dorster), Jacob Cüsters, Geried Nauen und anderer Leute, unterschreibt er wie folgt:

„Ich Peter Bergman, Herbede, dero Diener der Kirche zu Cappelen.“

Seine mustergültigen Eintragungen ab 1600 im ältesten Lagerbuch von 1554 bei Behandigungen von Kirchengütern und Ausleihe von Armengeldern haben eine grundlegende Ordnung geschaffen, denn von 1585 ab waren infolge der spanischen Besatzungszeit (1586-1597) keine Niederschriften dieser wichtigen vermögensrechtlichen Vorgänge erfolgt.

Über Peter Bergman ist außerdem überliefert, dass er nach dem Tod seiner Frau Trintgen 1614 Jütten Grotfelds zu seiner zweiten Frau nahm.