Geschichte der Pfarrer

Henrich Knorren 1609-1642

 

Am 3. Dezember 1608 berichten die Moerser Beamten dem Prinzen Moritz von Oranien (Düss. St.A. O.-M. 170 Keuss.6317) u.a.: „das vor etzlicher zeit ein neovitus aus dem pabsthumb alhier ankommen Henricus Knorren genandt“, so Prior gewesen in einem Kreuzbrüderkloster in Maseyck (heute Belgien), dessen Predigten allhier angehört, von den dienern zu Wickrath sind ihm gute Zeugnisse gegeben in der Hoffnung, dass er durch Gottes Gnaden in der Lehre je länger je mehr „proficiren“ werde, hält sich hier unter E. Excell. Protektion und hat schon etliche Male in der Kirche zu Friemersheim gepredigt, weil sie dienerlos war, konnte deshalb hier zum Schuldienst angenommen werden. In den Orten Capellen und „in der Fleunen“ (Vluyn?), wo in beiden Orten die Kirche von „unqualificirten“ Personen bedient werden, ihm auferlegt, dort zu predigen, bis man daran sehe, wie er sich ferner schicken tät. Für dieses sei ihm eine Provision für den nächsten Ostern von 100 Gulden versprochen, damit er und sein Weib leben könnten“

Am 5. Februar 1609 hielt er auf der Moerser Synode die Predigt. Sie wurde zensiert, und was darin zu verbessern wäre, vom Präses angezeigt. Nach dem Examen wurde er für den 26. Februar 1609 zum Kirchendienst zu Capellen bestätigt. 1638, im spanischen Krieg (nicht identisch mit dem Dreißigjährigen Krieg 1618-1648), welcher schon 70 Jahre zwischen Spanien und den Niederlanden tobte, wurde Pastor Knorren gefangen gesetzt und nach Geldern geschleppt. Die Zahlung eines hohen Lösegeldes brachte ihm die Freiheit wieder.

Verheiratet war er mit Maria Derichs. Der Prediger Matthias Kohlhagen in Krefeld und sein Nachfolger in Kapellen waren seine Schwiegersöhne. Gestorben ist Henrich Knorren im Dezember 1641 (???), die Leichenpredigt hielt sein Schwiegersohn, Pastor Matthias Kohlhagen aus Krefeld.